Die Bergfahrt hält an: Immobilienpreistrend weiter aufwärts

Aktuell ist kein Ende des an anhaltenden Immobilienpreistrends zu erwarten. Laut dem „Postbank Wohnatlas 2019“ werden auch dieses Jahr die Preise im städtischen und ländlichen Raum weiter steigen. Die aktuellen Zahlen haben sich im Gegensatz zum Vorjahr bereits drastisch erhöht.

 

Die Immobilienpreissteigerungen haben längst nicht mehr nur die Metropolen der Republik im Griff. Es werden auch in den Landkreisen und kreisfreien Städten höhere Immobilienpreise aufgerufen als noch vor einem Jahr. Man kann sich den Immobilienpreistrend wie eine Feuerwalze vorstellen, die sich langsam von den Städten in die umliegenden Gegenden verteilt. Durch den enormen Anstieg im städtischen Bereich bleibt vielen Immobilieninteressenten nichts weiter übrig, als sich in den umliegenden Regionen anzusiedeln.

Die Immobilienpreise legten in der letzten Zeit um satte 7,2 % zu. Bei diesem Wert ist die Inflation bereit mit eingerechnet. Laut Eva Grunwald, Leiterin des Immobiliengeschäfts bei der Postbank, wird diese Situation anhalten, solange die Negativzinspolitik weiter verfolgt wird.

 

Preise im Süden deutlich teurer

 

Des Weiteren hat Deutschland ein Abfall im Immobilienpreistrend zu Verzeichnen. So liegen die teuersten Gegenden fast ausnahmslos im Süden, während die Preise Richtung Norden moderatere Ausmaße annehmen. Auf Grund dieser Tatsachte haben die Quadratmeterpreise in München im Jahr 2018 das erste Mal die 7.000 Euro Grenze überschritten, was eine Preissteigerung um 7,8 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Mit einigem Abstand rangieren Frankfurt und Hamburg auf den Plätzen zwei und drei der teuersten Städte Deutschlands.

Leider gibt es auch deutliche Verlierer des Immobilienhypes. Besonders sehr ländliche Gegenden profitieren nahezu gar nicht vom aktuellen Immobilienpreisanstieg. Für diese Gebiete ist das Einzugsgebiet der nächsten großen Städte zu weitläufig, sodass sich eine Immobilie dort nicht lohnt und oftmals abgestoßen wird. Aus diesem Grund haben in einigen Landkreisen in Sachsen-Anhalt oder kleinen kreisfreien Städten, wie Zweibrücken, mit Wertverlusten um die 37,3 % zu kämpfen. Dies führt nach und nach zu einer Verweisung der Gegenden und macht diese für die Zukunft unattraktiver.

 

Immobilienpreistrend hat auch negative Auswirkungen

 

Leider gibt es beim aktuellen Immobilientrend auch einige Verlierer zu verzeichnen. Diese müssen mit Wertverlusten von bis zu 37,3 % kämpfen. Darunter liegt beispielsweise der Kreis Mansfeld-Südharz in Sachsen- Anhalt oder die kleinste, kreisfreie Stadt Deutschlands: Zweibrücken.

Wie sich die Immobilienpreise in Zukunft weiter entwickeln werden und ob es ein Preishöhepunkt in naher Zukunft gibt hängt maßgeblich von der Zinspolitik der nächsten Zeit ab. Dennoch ist nicht von der Hand zu weisen, dass besonders in den Großstädten und dem direkten Umland keine Entspannung der Immobiliensituation zu erwarten ist, da der Wohnraum immer knapper wird.

 

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